Raachermannl-Lied
1) Gar für Gar giehts zun Advent offn Buden nauf, ward a Mannl aufgeweckt:»Kumm, nu stist de auf!«
Is es unden in dr Stub, rührt sichs net von Flack. Stieht wus stieht, doch bal giehts lus: Blästs de Schwoden wag.
Kehrreim:
Wenn is Raachermannl nabelt un is socht kaa Wort drzu, un dr Raach steicht an dr Deck nauf, sei mer alle zamm su fruh.
Und schie ruhig is in Stübl, steicht dr Himmelsfriede ro. Doch in Harzen lachts un jubelts: Ja, de Weihnachtszeit is do!
2) S hot zwe stackendürre Baaun enn huhln Leib, zieht bedächtig an dr Pfeif zu senn Zeitvertreib. S hot a fei schiens Gackel a, offen Kopp an Hut. Ober Maul un Nos sei schwarz, weils viel dampfen tut.
Kehrreim
3) Kimmt zen Fast dr gruße Gung aus der Fremd a ham, springt der klaane rüm ver Frad, ach, dos is a Laam!
Bricht dernooch de Dammring rei, namm mer’n Raacherma, stellne mitten offn Disch, zündn a Karzel a.
Kehrreim
4) Is der Heilge Omnd nu raa, werd jeds ze an Kind, wieder warn in jeden Haus Lichter agezünd. Jeds hofft, dass zen Heilgen Christ aah a Packel kriecht, überol is Glanz un Pracht un wie gut das riecht.
Kehrreim
Dienstag, 25. Dezember 2007
Das erzgebirgische Heiligabendlied
--> kopiert vom MDR
Das Heilig-Ohmd-Lied (14 Strophen)
Es gibt heute kaum ein Liederbuch des Erzgebirges, in dem das Heilig-Ohmd-Lied nicht zu finden wäre. Der Text (mit 13 Strophen) entstand um 1830 und wird der 1784 in Annaberg geborenen Johanne Amalie von Elterlein zugeschrieben. Später wurden in verschiedenen Erzgebirgs-Orten neue Strophen hinzugedichtet. Die Melodie kann bis etwa 1880 zurückverfolgt werden.
1) Heut' is der heil'ge Ohmd ihr Mäd kummt rei, mer gießen Blei. Lob, laf när glei zr Hannelies die muß beizeiten rei. (Oder: Fritz laf geschwind zur Hanne Christ, se soll bei Zeiten rei.)
2) Mer hahm d'n Lächter a'gebrannt; satt nauf, ihr Mäd, die Pracht.Do drühm bei euch, is a recht fei, ihr hot 'ne Sau geschlacht.
3) Ich hob mer a e Lichtel kaaft, ver zwee un zwanzig Pfäng'. Gi Hanne hul ä Tüppel rei, mei Lächter is ze eng.
4) Kahr, zindt ä Weihrauchkärzel a, doß a wie Weihnacht riecht; unn stell's ner of des Scherbel dort, dos unnern Ufen liegt.
5) Lott' dorten of der Hühnersteig do liegt men' Lob sei Blei. Mahd raffel fei nett sehr dort rüm, sist werd der Krienerts scheu.
6) Denn's Mannsvulk hat sei Frehd an wos, sei's a an wos ner will. Mei Voter hot's an Vugelstell'n, der Kahr, der hot's an Spiel.
7) Ich gieß fei erst, wann krieg' ich da? Saht her en Hommerschmied! De Karlin lacht, die denkt gewiß, ich man ihr'n Richter Fried.
8) Mer ham a sächzähn Butterstoll'n, su lang wie 'n Ufenbank. Ihr Mäd, do werd' gefräss'n wär'n, mer wär'n noch alle krank.
9) Mer ham a Neunerlä gekucht, a Worscht unn Sauerkraut. Mei Mutter hot sich o geploocht, die alte gute Haut.
10) Fritz brock de Semmelmillich ei, nasch oder net derfu. Ihr Ghunge warft kee Raspel nei in's heilig Ohm'nd Struh.
11) War gieht den über'n Schwammentupp?! Nu Lotte ruh'ste nett! Wart, wenn när weerd der Voter kumm', do mußt dee gleich ze Bett.
12) Nä hurcht ner a mohl in Ufentupp, dos Rumpeln und dos Geig'n. Na wenn es när nett winseln tut, denn sist bedett's noch Leich'n.
13) Den heiling' Ohmd um Mitternacht, do läft statt Wasser Wei. Wenn ich mich ner nett färchten tät, ich hult 'n Tupp voll rei.
14) Denn drühm an Nachbar'sch Wassertrug, do stieht ä grußer Mäh. Und war nett rächte Totzen hat, dän läßt er gor nett na.
15) Lob hul derweil ben Hanne Lieb 'n Voter ä Kännel Bier. 'nochert, wenn de kümmst, do singe mer: "Ich freue mich in Dir".
16) Ihr Kinner, gieht in's Bett nu nauff, der Seeger zeigt schu ens. Ob mer ä Weihnacht wieder erle'm? Wie Gott will, su gescheh's.
Das Heilig-Ohmd-Lied (14 Strophen)
Es gibt heute kaum ein Liederbuch des Erzgebirges, in dem das Heilig-Ohmd-Lied nicht zu finden wäre. Der Text (mit 13 Strophen) entstand um 1830 und wird der 1784 in Annaberg geborenen Johanne Amalie von Elterlein zugeschrieben. Später wurden in verschiedenen Erzgebirgs-Orten neue Strophen hinzugedichtet. Die Melodie kann bis etwa 1880 zurückverfolgt werden.
1) Heut' is der heil'ge Ohmd ihr Mäd kummt rei, mer gießen Blei. Lob, laf när glei zr Hannelies die muß beizeiten rei. (Oder: Fritz laf geschwind zur Hanne Christ, se soll bei Zeiten rei.)
2) Mer hahm d'n Lächter a'gebrannt; satt nauf, ihr Mäd, die Pracht.Do drühm bei euch, is a recht fei, ihr hot 'ne Sau geschlacht.
3) Ich hob mer a e Lichtel kaaft, ver zwee un zwanzig Pfäng'. Gi Hanne hul ä Tüppel rei, mei Lächter is ze eng.
4) Kahr, zindt ä Weihrauchkärzel a, doß a wie Weihnacht riecht; unn stell's ner of des Scherbel dort, dos unnern Ufen liegt.
5) Lott' dorten of der Hühnersteig do liegt men' Lob sei Blei. Mahd raffel fei nett sehr dort rüm, sist werd der Krienerts scheu.
6) Denn's Mannsvulk hat sei Frehd an wos, sei's a an wos ner will. Mei Voter hot's an Vugelstell'n, der Kahr, der hot's an Spiel.
7) Ich gieß fei erst, wann krieg' ich da? Saht her en Hommerschmied! De Karlin lacht, die denkt gewiß, ich man ihr'n Richter Fried.
8) Mer ham a sächzähn Butterstoll'n, su lang wie 'n Ufenbank. Ihr Mäd, do werd' gefräss'n wär'n, mer wär'n noch alle krank.
9) Mer ham a Neunerlä gekucht, a Worscht unn Sauerkraut. Mei Mutter hot sich o geploocht, die alte gute Haut.
10) Fritz brock de Semmelmillich ei, nasch oder net derfu. Ihr Ghunge warft kee Raspel nei in's heilig Ohm'nd Struh.
11) War gieht den über'n Schwammentupp?! Nu Lotte ruh'ste nett! Wart, wenn när weerd der Voter kumm', do mußt dee gleich ze Bett.
12) Nä hurcht ner a mohl in Ufentupp, dos Rumpeln und dos Geig'n. Na wenn es när nett winseln tut, denn sist bedett's noch Leich'n.
13) Den heiling' Ohmd um Mitternacht, do läft statt Wasser Wei. Wenn ich mich ner nett färchten tät, ich hult 'n Tupp voll rei.
14) Denn drühm an Nachbar'sch Wassertrug, do stieht ä grußer Mäh. Und war nett rächte Totzen hat, dän läßt er gor nett na.
15) Lob hul derweil ben Hanne Lieb 'n Voter ä Kännel Bier. 'nochert, wenn de kümmst, do singe mer: "Ich freue mich in Dir".
16) Ihr Kinner, gieht in's Bett nu nauff, der Seeger zeigt schu ens. Ob mer ä Weihnacht wieder erle'm? Wie Gott will, su gescheh's.
Montag, 24. Dezember 2007
Weltsensation: DDR-Kultauto TRABANT wird in BELGIEN weitergebaut


Gebaut wird er in OOSTVLAANDEREN in einer Edelschmiede in ZWIJNAARDE bei GENT seit Weihnachten 2007.
Ja, wer das nicht glaubt, hier kann er den Prototyp fahren sehen!
Dazu schöne Grüsse nach Zwickau an Herrn Dr. Lang und Herrn Moratzky.
Natürlich auch beste Wünsche an das AUGUST HORCH MUSEUM ZWICKAU, das die Konstruktionsunterlagen gratis zur Verfügung stellte.
Mein "Emigranten-Heiligabend" (24.12.2007)
04:00 aufgewacht im Bett in Belgien, langes Gebet für alle Verwandten, Bekannten, Freunde und Feinde. -> "Möge ich jeden Morgenwieder gut mit mir zusammenleben." Altirischer Segenswunsch
04:15 Blick nach draußen: keine weiße Weihnacht in Belgien -> Einheitsgrau
04:30 Preisrätsel aus FREIZEITREVUE Nr. 51 gelöst; Einsendeschluss 24/12/2007!!! -> GRATIFIKATION
05:00 SUDOKU schwer gelöst
06:00 weiter geschlafen
08:00 Frühstück dazwischen lieber, seltener Anruf von Bruder Bernd aus dem Erzgebirge mit Wünschen und Informationen aus dem Weihnachts-Heimatland
08:30 Tageszeitung BILD aus dem belgischen Briefkasten geholt; BILD ist die deutsche Zeitung, die wir in unserem Gastland schon 05:00 angeliefert bekommen; BILD ist nach wie vor verlogen, aber man kann in 20 Minuten alle Skandale der Welt erfahren
08:50 Computer hochgefahren; im Postfach eine Massen-Mail-Wunsch-Präsentation von Dr. Hesse, die er unter anderem auch nach Australien schickte
08:55 Versuche, Geburtstagskind Anne in Dresden-Altfranken telefonisch zu erreichen
09:07 Anne erreicht; Geburtstagslied vorgesungen - Liebe Anne, liebe Anne, Glückwunsch Dir, Glückwunsch Dir, noch viel schöne Jahre, noch viel schöne Jahre, lebe hoch, hoch, h - o -o - c - h ! -> alles, alles Gute für unser "Christkind"
09:15 1. Dämpfer wegen Unterlassung Telefonübergabe auf das WC; habe mich aber entschuldigt
09:30 Anruf von Tilli Horenburg aus Bernau, Wünsche und Informationen von Juttas Familie; frommer Wunsch Tillis: "Verwöhnt Euch!"
09:50 Wunderschöne Profi-Wünsche-Mail von Sohn Lutz nebst Familie aus dem nebligen Königs Wusterhausen
10:10 fijne presentatie "stokouderrijkdom van twee oudjes" mit Musikuntermalung "Paloma Blanca", meinem Lieblingslied; wunderbar für meine zarte Seele; habe sie gleich an Vercruysses geschickt und ins Deutsche übersetzt. Diese Präsentation erhalten alle Ehepaare, die es lange miteinander ausgehalten haben!
10:45 Weiterbau an Belgischem Trabant: Es schien kurzzeitig die Sonne in den weißen Salon.
10:46 Jutta holte ein Blumenarrangement um das Große Geschenk der Armenier vom Vorabend etwas auszugleichen. Ein DOMO-Erziehungs-Comic-Buch konnten wir an Hovik beifügen.
Mit der Schenkerei ist es uns immer unangenehm bei großen Gaben. Es müssen keine Wertsachen sein! Etwas Zeit, ein Lächeln und ein paar liebe Worte sind die beste Aufmerksamkeit. Das ist herzlich und verpflichtet nicht.
10:50 Erna bedankte sich für die Mail "kerstlijke uren met Erna" und den Fotos von der "Roste Muis"
11:10 Office-Daily Newsbrief mit WORD-Tipps
11:35 Die Belgische Post bringt uns 8 Weihnachtsbriefe, unter anderem die sehnsüchtig erwarteten lieben Wünsche von Tochter Haike und ihrer Familie aus Kleinzschachwitz.
"pas op tijd"
11:40 Mittagessen: Kürbissuppe und Wiener Würstchen plus Obstsalat und Rest Rotwein "Côte du Rhône"
12:00 Vorlesen der Weihnachstpost
12:10 Oldie-Präsentation an Gutus; keine Reaktion!
12:15 Mittagsschlaf
13:15 Aufwecken und einige "Vaterunser"
13:30 Endfertigung Belgischer Trabant
13:45 PC's öffnen, Blog weiterschreiben, WORD-Tipps ansehen und in Datei einarbeiten
14:10 Wünsche-Mail an Grit Horenburg und Anhang mit Tier-Schnappschüssen
14:20 Wünsche-Mail mit Fotos von Wolfgang Schenk; Dank und Tier-Schnappschüsse
14:40 Wünsche-Mail von Heidi und Jan; Dank und ein Hoch auf die Oldies
15:00 2. Dämpfer: Mailarbeit wird als Mist eingestuft, Stimmungstief, damit fällt Spaziergang aus
15:30 Kaffeetrinken mit Resten von Ernas Reistorte
16:15 Blog zur Produktion der Trabant in Belgien erstellt und Info dazu an das Horch Museum in Zwickau gegeben
17:00 Weihnachten mit André Rieu
18:00 MDR TV "So klingt's bei uns im Arzgebirg" - Weihnachten im Erzgebirge ist nicht nur ein Fest fürs Auge – auch allen anderen Sinnen geht es gut – es ist die Zeit der gemütlichen Abende voller Lieder und kulinarischer Genüsse – Stollen, Pfefferkuchen und Neinerlaa zum Weihnachtsabend. Zuvor aber verkündet Glockengeläut über Berg und Tal: Es weihnachtet. In einem der beliebtesten Weihnachtslieder heißt es: "Heit is der Heil'ge Ohmd, ihr Leit, kummt rei, mer gießen Blei ..." Marianne Martin, Hendrik Seibt und ihre Gäste nehmen das in diesem Jahr wörtlich und luden zu einer gemütlichen Runde.
Meine Meinung: Diese Sendung ist immer schön, nur sollte der Herr Seibt vielleicht doch nicht einbezogen werden.
18:30 Abendessen: Entenbraten, Sauerkraut, Ananas, Klöße und Rotwein, Ananas-Kompott; köstlich!
18:45 Kuss
18:50 Mail von Danny Vercruysse; "Milquet"
19:00 Nachrichten: Bethlehem, Nepal, Albert II; neue belgische Regierung; Reinhard Heß in Bad Berka an Krebs gestorben...
20:00 Verschiedenes im TV
21:30 zu Bett; Radio 2 Belgien; SUDOKU
22:30 Licht aus, letztes Gebet und Gedanken wie:
Trotz mancher unangenehmer atmosphärischer Störungen im Zweierkreis gab es heute doch viele Glücksmomente!
War es das im fortgeschrittenen Alter? Sind die Erwartungen zu hoch gewesen? Ist die Ursache das Leben im Ausland fern von übrigen Familiengliedern? Ist es eine unpassende Partnerschaft oder doch der eigene komplizierte Charakter?
Aber es überwiegt die Dankbarkeit. Was wäre ohne den langjährigen Arbeitsplatz für uns Oldies in Belgien aus uns geworden?!!
Der große Philosoph Schopenhauer sagte: "Feiere oder feiere nicht. Du wirst beides bereuen."
Nein, zu bereuen ist eigentlich nichts. Das Leben bringt eben Sonne und Schatten.
Nur in der Sonne und Liebe bedauert man sich nicht!!! Und die wünsche ich Euch allen und mir!
04:15 Blick nach draußen: keine weiße Weihnacht in Belgien -> Einheitsgrau
04:30 Preisrätsel aus FREIZEITREVUE Nr. 51 gelöst; Einsendeschluss 24/12/2007!!! -> GRATIFIKATION
05:00 SUDOKU schwer gelöst
06:00 weiter geschlafen
08:00 Frühstück dazwischen lieber, seltener Anruf von Bruder Bernd aus dem Erzgebirge mit Wünschen und Informationen aus dem Weihnachts-Heimatland
08:30 Tageszeitung BILD aus dem belgischen Briefkasten geholt; BILD ist die deutsche Zeitung, die wir in unserem Gastland schon 05:00 angeliefert bekommen; BILD ist nach wie vor verlogen, aber man kann in 20 Minuten alle Skandale der Welt erfahren
08:50 Computer hochgefahren; im Postfach eine Massen-Mail-Wunsch-Präsentation von Dr. Hesse, die er unter anderem auch nach Australien schickte
08:55 Versuche, Geburtstagskind Anne in Dresden-Altfranken telefonisch zu erreichen
09:07 Anne erreicht; Geburtstagslied vorgesungen - Liebe Anne, liebe Anne, Glückwunsch Dir, Glückwunsch Dir, noch viel schöne Jahre, noch viel schöne Jahre, lebe hoch, hoch, h - o -o - c - h ! -> alles, alles Gute für unser "Christkind"
09:15 1. Dämpfer wegen Unterlassung Telefonübergabe auf das WC; habe mich aber entschuldigt
09:30 Anruf von Tilli Horenburg aus Bernau, Wünsche und Informationen von Juttas Familie; frommer Wunsch Tillis: "Verwöhnt Euch!"
09:50 Wunderschöne Profi-Wünsche-Mail von Sohn Lutz nebst Familie aus dem nebligen Königs Wusterhausen
10:10 fijne presentatie "stokouderrijkdom van twee oudjes" mit Musikuntermalung "Paloma Blanca", meinem Lieblingslied; wunderbar für meine zarte Seele; habe sie gleich an Vercruysses geschickt und ins Deutsche übersetzt. Diese Präsentation erhalten alle Ehepaare, die es lange miteinander ausgehalten haben!
10:45 Weiterbau an Belgischem Trabant: Es schien kurzzeitig die Sonne in den weißen Salon.
10:46 Jutta holte ein Blumenarrangement um das Große Geschenk der Armenier vom Vorabend etwas auszugleichen. Ein DOMO-Erziehungs-Comic-Buch konnten wir an Hovik beifügen.
Mit der Schenkerei ist es uns immer unangenehm bei großen Gaben. Es müssen keine Wertsachen sein! Etwas Zeit, ein Lächeln und ein paar liebe Worte sind die beste Aufmerksamkeit. Das ist herzlich und verpflichtet nicht.
10:50 Erna bedankte sich für die Mail "kerstlijke uren met Erna" und den Fotos von der "Roste Muis"
11:10 Office-Daily Newsbrief mit WORD-Tipps
11:35 Die Belgische Post bringt uns 8 Weihnachtsbriefe, unter anderem die sehnsüchtig erwarteten lieben Wünsche von Tochter Haike und ihrer Familie aus Kleinzschachwitz.
"pas op tijd"
11:40 Mittagessen: Kürbissuppe und Wiener Würstchen plus Obstsalat und Rest Rotwein "Côte du Rhône"
12:00 Vorlesen der Weihnachstpost
12:10 Oldie-Präsentation an Gutus; keine Reaktion!
12:15 Mittagsschlaf
13:15 Aufwecken und einige "Vaterunser"
13:30 Endfertigung Belgischer Trabant
13:45 PC's öffnen, Blog weiterschreiben, WORD-Tipps ansehen und in Datei einarbeiten
14:10 Wünsche-Mail an Grit Horenburg und Anhang mit Tier-Schnappschüssen
14:20 Wünsche-Mail mit Fotos von Wolfgang Schenk; Dank und Tier-Schnappschüsse
14:40 Wünsche-Mail von Heidi und Jan; Dank und ein Hoch auf die Oldies
15:00 2. Dämpfer: Mailarbeit wird als Mist eingestuft, Stimmungstief, damit fällt Spaziergang aus
15:30 Kaffeetrinken mit Resten von Ernas Reistorte
16:15 Blog zur Produktion der Trabant in Belgien erstellt und Info dazu an das Horch Museum in Zwickau gegeben
17:00 Weihnachten mit André Rieu
18:00 MDR TV "So klingt's bei uns im Arzgebirg" - Weihnachten im Erzgebirge ist nicht nur ein Fest fürs Auge – auch allen anderen Sinnen geht es gut – es ist die Zeit der gemütlichen Abende voller Lieder und kulinarischer Genüsse – Stollen, Pfefferkuchen und Neinerlaa zum Weihnachtsabend. Zuvor aber verkündet Glockengeläut über Berg und Tal: Es weihnachtet. In einem der beliebtesten Weihnachtslieder heißt es: "Heit is der Heil'ge Ohmd, ihr Leit, kummt rei, mer gießen Blei ..." Marianne Martin, Hendrik Seibt und ihre Gäste nehmen das in diesem Jahr wörtlich und luden zu einer gemütlichen Runde.
Meine Meinung: Diese Sendung ist immer schön, nur sollte der Herr Seibt vielleicht doch nicht einbezogen werden.
18:30 Abendessen: Entenbraten, Sauerkraut, Ananas, Klöße und Rotwein, Ananas-Kompott; köstlich!
18:45 Kuss
18:50 Mail von Danny Vercruysse; "Milquet"
19:00 Nachrichten: Bethlehem, Nepal, Albert II; neue belgische Regierung; Reinhard Heß in Bad Berka an Krebs gestorben...
20:00 Verschiedenes im TV
21:30 zu Bett; Radio 2 Belgien; SUDOKU
22:30 Licht aus, letztes Gebet und Gedanken wie:
Trotz mancher unangenehmer atmosphärischer Störungen im Zweierkreis gab es heute doch viele Glücksmomente!
War es das im fortgeschrittenen Alter? Sind die Erwartungen zu hoch gewesen? Ist die Ursache das Leben im Ausland fern von übrigen Familiengliedern? Ist es eine unpassende Partnerschaft oder doch der eigene komplizierte Charakter?
Aber es überwiegt die Dankbarkeit. Was wäre ohne den langjährigen Arbeitsplatz für uns Oldies in Belgien aus uns geworden?!!
Der große Philosoph Schopenhauer sagte: "Feiere oder feiere nicht. Du wirst beides bereuen."
Nein, zu bereuen ist eigentlich nichts. Das Leben bringt eben Sonne und Schatten.
Nur in der Sonne und Liebe bedauert man sich nicht!!! Und die wünsche ich Euch allen und mir!
Samstag, 22. Dezember 2007
Ein guter Kamerad nicht nur zu Weihnachten


Heute rezitiere ich meinen geliebten Landsmann, den Erzgebirgsdichter Anton Günther (1876-1937) in Hochdeutsch:
"Das beste im ganzen Staat ist ein guter Kamerad.
Gäbe es mehr gute Kameraden, wäre es besser in allen Staaten!
Bilde dir nichts ein, du bist nur ein Mensch, kannst weiter nichts sein.
Ob groß oder klein, arm oder reich, am Anfang und am Ende sind wir allesamt gleich."
und noch etwas beinahe 'Unübersetzbares':
"Es Laabn is när e hutzn gieh,mer denkt es ka net sei,ball is racht traurig, ball is schie,on ball is aah vorbei! (1904)
"Das beste im ganzen Staat ist ein guter Kamerad.
Gäbe es mehr gute Kameraden, wäre es besser in allen Staaten!
Bilde dir nichts ein, du bist nur ein Mensch, kannst weiter nichts sein.
Ob groß oder klein, arm oder reich, am Anfang und am Ende sind wir allesamt gleich."
und noch etwas beinahe 'Unübersetzbares':
"Es Laabn is när e hutzn gieh,mer denkt es ka net sei,ball is racht traurig, ball is schie,on ball is aah vorbei! (1904)
Das Leben ist nur ein Kurzbesuch; man denkt es kann nicht sein, bald ist es recht traurig, bald ist es schön und bald ist es auch vorbei!"
Ich wollte damit ausdrücken - es ist gut und nötig nicht nur in der Weihnachtszeit respektvolle und hilfespendende Mitmenschen zu haben und sich bewusst zu sein, dass man ein freundlicher und liebender Gast auf dieser Welt ist. In diesem Sinne ein "Frohes Weihnachten!"
Ich wollte damit ausdrücken - es ist gut und nötig nicht nur in der Weihnachtszeit respektvolle und hilfespendende Mitmenschen zu haben und sich bewusst zu sein, dass man ein freundlicher und liebender Gast auf dieser Welt ist. In diesem Sinne ein "Frohes Weihnachten!"
Montag, 17. Dezember 2007
Mit 66 fängt das Leben erst an???


Wie durch eine gute Fügung kam ich als 66-Jähriger in Zwickau an das Buch von Curd Jürgens (München-Solln 1915-1982 Wien) : "... und kein bisschen weise".
Bei der spannenden Lektüre dieses autobiografischen Geschichten- und Geschichtsbuches fielen mir sehr interessante Sätze auf. Weil sie für das Leben ziemlich aufschlussreich sind, werde ich sie in diesen Blog hineinkopieren:
--> Zitate -->
- Warum ich "…und kein bisschen weise" einen autobiographischen Roman nenne? Weil am Tage, an dem ich begann, auf meinem Kalenderblatt stand: "Wer seine Memoiren schreibt, hat etwas zu verbergen. – Kurt Tucholsky." Und weil ich versuchen wollte, mir selber auf die Spur zu kommen.Die Wahrheit ist ein Fernglas, dessen Randunschärfen Lügen sind.
Begonnen am 25.1.75 auf Great Harbour Cay, Bahamas, beendet am 14.6.76 im "Clos-St-Antoine", Fencherolles bei Paris.
- Shakespeare, Hamlet: So macht Gewissen Feige aus uns allen…
- Der zynische, kalte Beobachter, der Analytiker meiner Gefühle, der Bremsklotz meiner Spontaneität.
- Selbstmitleid kann auch kreativ sein. Was wären Verlaine, Rimbaud, Baudelaire, Rilke und Schnitzler ohne Selbstmitleid?
- (Englands Häuser mit halb Wintergarten, halb Loggia) …denn je schlechter das Klima eines Landes, desto mehr erfreuen sich die Bewohner an bunter, farbenprächtiger Flora.
- Je schlechter das Gewissen, desto stärker die Aggression.
- Es hat Jahre gedauert, bis ich verstehen lernte, dass Höflichkeit wohltuend ist und einem gutfunktionierenden Werkzeug gleicht, dessen Gebrauch zur Verbesserung der Lebensbedingungen dient und das einem hilft, Achtung vor sich selbst zu haben.
- Arabischer Haussegen: Bismillah rahman rahim – Im Namen Allahs, des Barmherzigen.
- Im Dunkeln kann man nicht lügen, entdecke ich. Wenn man im Zweifel ist, ob jemand lügt oder die Wahrheit sagt, braucht man nur die Augen zu schließen und ihm zuzuhören – dann weiß man Bescheid.
- Noch glaubte ich, Besitz mache frei.
- …junge Träumer, die revolutionär sind, weil es ein Alibi schafft, wenn Schwierigkeiten unüberwindlich scheinen.
- Lass die mal erst richtig Karriere machen und Geld verdienen, dann wirst du sehen, wie korrupt sie werden. (über Revolutionäre)
- Peter Altenberg: Das Leben ist die beste Gelegenheit, sich die Welt anzuschauen.
- Simones ehrliche Respektlosigkeit vor dem Geld und den Zielen, die der Motor meines Lebens waren, imponierte mir.
- Deshalb musst du viel lernen, denn es gibt nichts Ekelhafteres als dumme reiche Leute.
- Ohne Präservativ fickt es sich viel schöner.
- Lange dachte ich, es ist die verrottete kapitalistische Gesellschaft, die unseren Glauben, unsere Liebe und unsere Hoffnung aufgefressen hat, aber jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.
- Überall gibt es Lügen. … Und ich, Schauspieler, Gaukler, Filmstar, normannischer Schrank, Koloss auf tönernen Füßen, suche die Wahrheit in den Lügen, welche die Dichter zusammengeträumt haben…
- Heute bin ich ganz sicher, dass mein Unterbewußtsein sich damit beschäftigte, Ersatz zu suchen für Kinder, die mir eines Tages fehlen würden. Oft kommen die besten Resultate durch ein Handikap.
- (in England gelernt) Ein Gentleman ist, wer sich zum höchsten Vorgesetzten genauso benimmt wie zum niedrigsten Angestellten.
- Krankheit macht unglücklich, heißt es, aber vielen merkte man an, dass ihre Krankheit sie ausfüllte und voll beschäftigte.
- Nur entdeckte ich, dass Mitleid auch durch Grausamkeit, bestenfalls durch Schadenfreude zu ersetzen ist. Wenn man es so nimmt, wurde das Krankenhaus eine Vorbereitungsschule fürs Leben.
- Ja, Guben war ein Erfolg.
- Dostojewski: Wenn es einen Gott gibt, wie ertrüge ich es, keiner zu sein?
- Baudelaire: Alles in der Welt schwitzt das Verbrechen aus, die Zeitungen, die Mauern, die Gesichter.
- …ohne den Filter bürgerlicher Kritik, aristokratischer Nostalgie und proletarischer Missgunst.
- Piefkinesisch, das war – wienerisch ausgedrückt – die arrogante Art und Sprechweise der Piefkes, der Preußen.
- Vielmehr ist es jene Spannung, die ich später als Lampenfieber zu diagnostizieren lernte und die ganz anders ist als die, welche sich durch Liebe und Orgasmus löst.
- jener anheimelnde baltische Dialekt…
- Stendhal: Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert.
- Nietzsche: Das Gute bedarf der Rechtfertigung, nicht das Schlechte.
- (Alkohol) Nach Drehschluss jede Menge, aber jetzt noch nicht. Prinzipien.
- Der zynische Satz: "Liebe ist das beste Mittel, die Frau zu erobern, die man für Geld nicht kaufen kann" sollte beim Schauspieler heißen: "Liebe ist das beste Mittel, eine Partnerin zu erobern, die man mit Talent nicht beherrschen kann."
- Oh, Augenblick, verweile doch… Und machte ausgerechnet in dieser Zeit die bestürzende Entdeckung, dass der Motor meines Handelns, die unstillbare Sehnsucht, verflogen ist, dass die Neugierde erlahmt. Ein kleiner Ansatz von Bauch.
- Mein unsichtbarer Wegbegleiter, der so lange geschwiegen hatte, ließ sich vernehmen: Was du behalten willst um jeden Preis, ist schon verloren.
- Goethe (Wertherbrief): Eine wunderbare Heiterkeit hat meine Seele eingenommen. Ich bin so glücklich, mein Bester…
- Der ernste, forschende Blick tief in die Augen, möglichst, wenn ein Licht das Blau meiner Augen wirkungsvoll zur Geltung bringt, hat sich als unwiderstehlich entpuppt. Als Nummer zwei rangiert gut dosierte Abwesenheit, so dass die Ahnungslose mit bekümmerter Miene kaum umhin kann zu fragen: "Was bedrückt dich?" Bewährt hat sich auch die lange Pause, ehe das Geständnis hervorbricht: "Warum soll man eigentlich nicht darüber sprechen: Ich habe den ganzen Tag an deine Brüste gedacht…"
- Kuntze-Just ist Journalist und Sachse. Er macht seinem Beruf und seiner Heimat Ehre: neugierig, wissbegierig, aufgeweckt, mit einem Schuss gefährlicher Abenteuerlust, dynamisch und kein Kostverächter, stets zu Geselligkeit und Späßen aufgelegt.
- "Kopf hoch", "Überleb's" statt "Heil Hitler"
- Lied: "Es wird a Wein sein und mir wer'n nimmer sein"
- "Doch wer liebt, vergibt."
- Zur Feier meiner Rückkehr gibt es ein Dutzend Rühreier mit darauf gestreutem Kaviar.
- Vielleicht liebe ich die Italienerinnen, die "auguri" wünschen, die Franzosen, wenn sie "Ce qu'on est bien" rufen, die Engländer mit ihrem "Take it easy", die Amerikaner, wenn sie dröhnen "Relax!", die Brasilianerinnen, wenn sie "ole-que-tal" winken, die Araber, wenn sie insch-allah" beten, die Juden, wenn sie "Chuzpe" (intelligente Dreistigkeit) rufen, die Deutschen, wenn sie "Scheiße" sagen!
- Onkel Costia – jüdische Weisheit: Die Schlösser unserer Welt werden mit der Phantasie des kleinen Moritz gebaut.
- Ich entdecke Gereiztheit, Ungeduld, Ungerechtigkeiten und Rechthaberei an mir…
- Lieblingslied: "You belong to me"
- Bismarck: Es gibt Falten, in die lasse ich niemanden hineinsehen.
- Alkohol vereinsamt, hat mal ein Arzt gesagt.
- Ich nehme mich und meinen Reichtum recht ernst, und unmerklich macht sich die Pedanterie und Quengeligkeit der reichen Leute breit.
- Sei nie zufrieden, und du wirst nie wahrhaft unglücklich sein, sei nie weise, und du wirst zufrieden sein.
- Lass deine Frau nie allein, wenn du sie behalten willst.
- Simone, pack die Koffer. Wir fahren nach…
- Ich, der ich mein Leben lang gegen die Ungerechtigkeit der Erbschaft zu Felde ziehe, von der alles Übel kommt, setze mich hin und schreibe ein Testament…
Bei der spannenden Lektüre dieses autobiografischen Geschichten- und Geschichtsbuches fielen mir sehr interessante Sätze auf. Weil sie für das Leben ziemlich aufschlussreich sind, werde ich sie in diesen Blog hineinkopieren:
--> Zitate -->
- Warum ich "…und kein bisschen weise" einen autobiographischen Roman nenne? Weil am Tage, an dem ich begann, auf meinem Kalenderblatt stand: "Wer seine Memoiren schreibt, hat etwas zu verbergen. – Kurt Tucholsky." Und weil ich versuchen wollte, mir selber auf die Spur zu kommen.Die Wahrheit ist ein Fernglas, dessen Randunschärfen Lügen sind.
Begonnen am 25.1.75 auf Great Harbour Cay, Bahamas, beendet am 14.6.76 im "Clos-St-Antoine", Fencherolles bei Paris.
- Shakespeare, Hamlet: So macht Gewissen Feige aus uns allen…
- Der zynische, kalte Beobachter, der Analytiker meiner Gefühle, der Bremsklotz meiner Spontaneität.
- Selbstmitleid kann auch kreativ sein. Was wären Verlaine, Rimbaud, Baudelaire, Rilke und Schnitzler ohne Selbstmitleid?
- (Englands Häuser mit halb Wintergarten, halb Loggia) …denn je schlechter das Klima eines Landes, desto mehr erfreuen sich die Bewohner an bunter, farbenprächtiger Flora.
- Je schlechter das Gewissen, desto stärker die Aggression.
- Es hat Jahre gedauert, bis ich verstehen lernte, dass Höflichkeit wohltuend ist und einem gutfunktionierenden Werkzeug gleicht, dessen Gebrauch zur Verbesserung der Lebensbedingungen dient und das einem hilft, Achtung vor sich selbst zu haben.
- Arabischer Haussegen: Bismillah rahman rahim – Im Namen Allahs, des Barmherzigen.
- Im Dunkeln kann man nicht lügen, entdecke ich. Wenn man im Zweifel ist, ob jemand lügt oder die Wahrheit sagt, braucht man nur die Augen zu schließen und ihm zuzuhören – dann weiß man Bescheid.
- Noch glaubte ich, Besitz mache frei.
- …junge Träumer, die revolutionär sind, weil es ein Alibi schafft, wenn Schwierigkeiten unüberwindlich scheinen.
- Lass die mal erst richtig Karriere machen und Geld verdienen, dann wirst du sehen, wie korrupt sie werden. (über Revolutionäre)
- Peter Altenberg: Das Leben ist die beste Gelegenheit, sich die Welt anzuschauen.
- Simones ehrliche Respektlosigkeit vor dem Geld und den Zielen, die der Motor meines Lebens waren, imponierte mir.
- Deshalb musst du viel lernen, denn es gibt nichts Ekelhafteres als dumme reiche Leute.
- Ohne Präservativ fickt es sich viel schöner.
- Lange dachte ich, es ist die verrottete kapitalistische Gesellschaft, die unseren Glauben, unsere Liebe und unsere Hoffnung aufgefressen hat, aber jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.
- Überall gibt es Lügen. … Und ich, Schauspieler, Gaukler, Filmstar, normannischer Schrank, Koloss auf tönernen Füßen, suche die Wahrheit in den Lügen, welche die Dichter zusammengeträumt haben…
- Heute bin ich ganz sicher, dass mein Unterbewußtsein sich damit beschäftigte, Ersatz zu suchen für Kinder, die mir eines Tages fehlen würden. Oft kommen die besten Resultate durch ein Handikap.
- (in England gelernt) Ein Gentleman ist, wer sich zum höchsten Vorgesetzten genauso benimmt wie zum niedrigsten Angestellten.
- Krankheit macht unglücklich, heißt es, aber vielen merkte man an, dass ihre Krankheit sie ausfüllte und voll beschäftigte.
- Nur entdeckte ich, dass Mitleid auch durch Grausamkeit, bestenfalls durch Schadenfreude zu ersetzen ist. Wenn man es so nimmt, wurde das Krankenhaus eine Vorbereitungsschule fürs Leben.
- Ja, Guben war ein Erfolg.
- Dostojewski: Wenn es einen Gott gibt, wie ertrüge ich es, keiner zu sein?
- Baudelaire: Alles in der Welt schwitzt das Verbrechen aus, die Zeitungen, die Mauern, die Gesichter.
- …ohne den Filter bürgerlicher Kritik, aristokratischer Nostalgie und proletarischer Missgunst.
- Piefkinesisch, das war – wienerisch ausgedrückt – die arrogante Art und Sprechweise der Piefkes, der Preußen.
- Vielmehr ist es jene Spannung, die ich später als Lampenfieber zu diagnostizieren lernte und die ganz anders ist als die, welche sich durch Liebe und Orgasmus löst.
- jener anheimelnde baltische Dialekt…
- Stendhal: Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert.
- Nietzsche: Das Gute bedarf der Rechtfertigung, nicht das Schlechte.
- (Alkohol) Nach Drehschluss jede Menge, aber jetzt noch nicht. Prinzipien.
- Der zynische Satz: "Liebe ist das beste Mittel, die Frau zu erobern, die man für Geld nicht kaufen kann" sollte beim Schauspieler heißen: "Liebe ist das beste Mittel, eine Partnerin zu erobern, die man mit Talent nicht beherrschen kann."
- Oh, Augenblick, verweile doch… Und machte ausgerechnet in dieser Zeit die bestürzende Entdeckung, dass der Motor meines Handelns, die unstillbare Sehnsucht, verflogen ist, dass die Neugierde erlahmt. Ein kleiner Ansatz von Bauch.
- Mein unsichtbarer Wegbegleiter, der so lange geschwiegen hatte, ließ sich vernehmen: Was du behalten willst um jeden Preis, ist schon verloren.
- Goethe (Wertherbrief): Eine wunderbare Heiterkeit hat meine Seele eingenommen. Ich bin so glücklich, mein Bester…
- Der ernste, forschende Blick tief in die Augen, möglichst, wenn ein Licht das Blau meiner Augen wirkungsvoll zur Geltung bringt, hat sich als unwiderstehlich entpuppt. Als Nummer zwei rangiert gut dosierte Abwesenheit, so dass die Ahnungslose mit bekümmerter Miene kaum umhin kann zu fragen: "Was bedrückt dich?" Bewährt hat sich auch die lange Pause, ehe das Geständnis hervorbricht: "Warum soll man eigentlich nicht darüber sprechen: Ich habe den ganzen Tag an deine Brüste gedacht…"
- Kuntze-Just ist Journalist und Sachse. Er macht seinem Beruf und seiner Heimat Ehre: neugierig, wissbegierig, aufgeweckt, mit einem Schuss gefährlicher Abenteuerlust, dynamisch und kein Kostverächter, stets zu Geselligkeit und Späßen aufgelegt.
- "Kopf hoch", "Überleb's" statt "Heil Hitler"
- Lied: "Es wird a Wein sein und mir wer'n nimmer sein"
- "Doch wer liebt, vergibt."
- Zur Feier meiner Rückkehr gibt es ein Dutzend Rühreier mit darauf gestreutem Kaviar.
- Vielleicht liebe ich die Italienerinnen, die "auguri" wünschen, die Franzosen, wenn sie "Ce qu'on est bien" rufen, die Engländer mit ihrem "Take it easy", die Amerikaner, wenn sie dröhnen "Relax!", die Brasilianerinnen, wenn sie "ole-que-tal" winken, die Araber, wenn sie insch-allah" beten, die Juden, wenn sie "Chuzpe" (intelligente Dreistigkeit) rufen, die Deutschen, wenn sie "Scheiße" sagen!
- Onkel Costia – jüdische Weisheit: Die Schlösser unserer Welt werden mit der Phantasie des kleinen Moritz gebaut.
- Ich entdecke Gereiztheit, Ungeduld, Ungerechtigkeiten und Rechthaberei an mir…
- Lieblingslied: "You belong to me"
- Bismarck: Es gibt Falten, in die lasse ich niemanden hineinsehen.
- Alkohol vereinsamt, hat mal ein Arzt gesagt.
- Ich nehme mich und meinen Reichtum recht ernst, und unmerklich macht sich die Pedanterie und Quengeligkeit der reichen Leute breit.
- Sei nie zufrieden, und du wirst nie wahrhaft unglücklich sein, sei nie weise, und du wirst zufrieden sein.
- Lass deine Frau nie allein, wenn du sie behalten willst.
- Simone, pack die Koffer. Wir fahren nach…
- Ich, der ich mein Leben lang gegen die Ungerechtigkeit der Erbschaft zu Felde ziehe, von der alles Übel kommt, setze mich hin und schreibe ein Testament…
Freitag, 14. Dezember 2007
Paradies für Belgische Buchliebhaber



Heute besuchten wir zum ersten Mal das Boekenfestijn in der Flanders Expo Gent. Wir hätten nicht gedacht, dass Tausende Menschen gleich uns dahin strömten. Seit 25 Jahren hat die niederländische Verkaufs-Firma die Buchliebhaber an der Angel. Millionen Bücher der verschiedensten Genres in Nederlands, Französisch und Englisch stehen an langen Tischen zur Einsicht und zum Kauf.
Wer in Gent also noch Weihnachtgeschenke brauchte - hatte hier bei annehmbaren Preisen sogar die Qual der Wahl! An rund 10 Kassen wurden massenweise Bücher bezahlt. Auch wir ließen uns hinreißen und kamen mit 8 Büchern für 20 € zurück. Darunter sind 4 Kochbücher, 3 Reisebücher (u.a. US-Nationalparks) und 1 Roman. Letzterer war sogar kostenlos für einen Bon aus der Tageszeitung.
Wer in Gent also noch Weihnachtgeschenke brauchte - hatte hier bei annehmbaren Preisen sogar die Qual der Wahl! An rund 10 Kassen wurden massenweise Bücher bezahlt. Auch wir ließen uns hinreißen und kamen mit 8 Büchern für 20 € zurück. Darunter sind 4 Kochbücher, 3 Reisebücher (u.a. US-Nationalparks) und 1 Roman. Letzterer war sogar kostenlos für einen Bon aus der Tageszeitung.
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